Multiple Sklerose
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e-med Forum Multiple Sklerose 17. Mai 2012 Kontakt  Impressum  
 

Ausgesuchte MS-Links:

 

Rahmenempfehlungen zur Behandlung der MS

Methodische Aspekte

 

Behandlungen

Kortikosteroidbehandlung

Betainterferontherapie

Glatirameracetat/Copolymer-1

Intravenöse Immunglobuline

Azathioprin

Mitoxantron

Cyclophosphamid

Methotrexat



Methodische Aspekte


Immunmodulation verändert durch verschiedene Substanzen die Antwort des Immunsystems durch positive Unterstützung (Immunstimulation) oder negative Beeinflussung (Immunsuppression) Die Multiple Sklerose Konsensus Gruppe (MSTKG) hat in einem Vergleich neuester Studien zur immun-modulatorischen Behandlung eine Bestandsaufnahme aktueller Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose durchgeführt. Grundlage der Bestandsaufnahme waren publizierte Studien über immunmodulatorische und immunsuppressive Medikamente und gut dokumentierte Erfahrungsberichte, sowie empirische Studien. Dabei wurden die Studien in verschiedene Evidenzgrade (Evidenz= Deutlichkeit, Gewißheit) eingeteilt: Klasse I: eine oder mehrere randomisierte kontrollierte klinische Studien. Klasse II: eine oder mehrere gut dokumentierte klinische Studien wie Fallkontrollstudien oder Kohortenstudien. Klasse III: nichtrandomisierte historische Kontrollen, Fallberichte oder Expertenmeinungen. Die Ergebnisse neuerer Therapiestudien und die Erfahrungen bei der bisherigen Behandlung wurden soweit wie möglich verglichen und bewertet. Auf diese Weise entstanden Rahmenempfehlungen zur immunmodulatorischen Stufentherapie der Multiplen Sklerose, die bei der Behandlung der Berücksichtigung finden sollten und die hier in Auszügen dargestellt sind.    
Kriterien für den Beginn einer Therapie mit immunmodulatorischen Medikamenten Die American Academy of Neurology und verschiedene nationale Multiple Sklerose Gesellschaften befürworten einen möglichst frühzeitigen Therapiebeginn mit immunmodulatorischen Medikamenten. Das ist besonders wichtig, um einer schnellen Krankheitsentwicklung beim schubförmig Verlauf entgegenzuwirken. Die Empfehlungen für eine derartige Medikation gelten, wenn folgende Krankheitssituation festgestellt wurde: Sicher Diagnose einer schubförmigen Multiplen Sklerose und typische Befunde bei der Lumbalpunktion und der Kernspintomographie. Aktiver Krankheitsverlauf mit zwei und mehr funktionell relevanten Schüben im Verlauf der letzten beiden Jahre oder das Auftreten eines schweren Schubes mit schlechter Rückbildungstendenz. Erhaltene Gehfähigkeit bei schubförmigem Verlauf. Bereitschaft und Möglichkeit, eine wirkungsvolle Kontrazeption durchzuführen. Der Einsatz immunmodulatorischer Medikamente zu einem noch früheren Zeitpunkt wird diskutiert. Allerdings liegen bisher noch keine klinisch verwertbaren Ergebnisse aus entsprechenden Studien vor. Verschiedene Aspekte deuten aber bereits eine entsprechende Entwicklung an.